7. Hitzetolerante Pflanzen: Was hilft bei großer Hitze?

Hitzetolerante Pflanzen – warum manche Pflanzen heiße Sommer besser vertragen

Hitze und Trockenheit treten häufig gemeinsam auf. Für eine Pflanze sind sie jedoch nicht dasselbe.

Wenn die Temperaturen an einem Sommertag auf über 35 °C steigen, können wir in den Schatten gehen, uns in ein kühleres Gebäude zurückziehen oder etwas trinken.

Unsere Gartenpflanzen können das nicht.

Sie müssen die Hitze genau dort überstehen, wo wir sie gepflanzt haben.

Dabei zählt für eine Pflanze nicht nur die Temperatur, die das Thermometer anzeigt. Entscheidend sind auch Sonneneinstrahlung, Bodentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, verfügbare Wassermenge, die Wärmestrahlung umliegender Mauern und befestigter Flächen – und die Dauer einer Hitzeperiode.

Deshalb betrachten wir Hitzetoleranz als eigene Eigenschaft einer Pflanze.

Hitzetoleranz ist nicht dasselbe wie Trockenheitsverträglichkeit.

Was passiert mit Pflanzen bei großer Hitze?

Pflanzen nehmen über ihre Wurzeln Wasser auf und geben gleichzeitig über ihre Blätter Wasser an die Umgebung ab.

Diese Verdunstung ist nicht einfach nur Wasserverlust. Sie gehört zu den natürlichen Lebensvorgängen der Pflanze und spielt auch bei ihrer Temperaturregulation eine Rolle.

Steigen die Temperaturen und damit die Verdunstungsanforderungen, wird es für die Pflanze zunehmend schwieriger, ihren Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten.

Ist im Boden ausreichend Wasser verfügbar, kann sie einen erhöhten Wasserverlust bis zu einem gewissen Grad ausgleichen.

Trifft große Hitze jedoch auf einen trockenen Boden, wirken zwei Belastungen gleichzeitig:

Hitzestress + Wasserstress

Und genau diese Kombination kann für Pflanzen besonders belastend sein.

Die Blatttemperatur ist nicht unbedingt die Lufttemperatur

Das wird bei der Beurteilung von Hitze häufig übersehen.

Die Temperatur im Wetterbericht stammt aus standardisierten meteorologischen Messungen.

Ein Blatt im Garten ist jedoch möglicherweise direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Gleichzeitig befinden sich daneben vielleicht aufgeheizte Pflastersteine, eine Betonmauer, eine Hauswand, Kies oder andere Flächen, die Wärme aufnehmen und wieder abstrahlen.

Die tatsächliche Hitzebelastung der Pflanze kann deshalb deutlich von dem abweichen, was wir allein anhand der Lufttemperatur vermuten würden.

Das erklärt auch, warum dieselbe Pflanzenart in zwei Gärten derselben Region unterschiedlich auf eine Hitzeperiode reagieren kann.

35 °C sind nicht in jedem Garten gleich

Stellen wir uns zwei identische Pflanzen vor.

Die erste steht neben einer Rasenfläche und ist teilweise von anderen Pflanzen umgeben.

Die zweite wächst in einem schmalen Pflanzstreifen zwischen einer nach Süden ausgerichteten Hauswand und einer gepflasterten Einfahrt.

Die gemessene Lufttemperatur ist an beiden Standorten ähnlich.

Die tatsächliche Hitzebelastung muss es nicht sein.

Am zweiten Standort treffen direkte Sonneneinstrahlung und die von Wand und Pflaster abgegebene Wärme zusammen. Auch der Boden kann sich stärker aufheizen.

Wenn wir über hitzetolerante Pflanzen sprechen, dürfen wir deshalb nicht nur das Klima einer Region betrachten.

Wir müssen auch das Mikroklima des konkreten Standortes berücksichtigen.

Interner Link: Hier würde ich auf euren vorherigen Artikel „Mikroklima im Garten – warum schon wenige Meter einen großen Unterschied machen“ verlinken.

Was bedeutet Hitzestress bei Pflanzen?

Die Lebensprozesse einer Pflanze funktionieren innerhalb bestimmter Temperaturbereiche besonders gut.

Steigen die Temperaturen dauerhaft oder extrem über den Bereich hinaus, an den eine Pflanzenart angepasst ist, kann ihre normale Funktion beeinträchtigt werden.

Hitzestress kann unter anderem Photosynthese, Atmung, Zellfunktionen, Wasserhaushalt, Triebwachstum und Blattentwicklung beeinflussen.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Pflanze während einer Hitzewelle plötzlich abstirbt.

Oft beginnt Hitzestress wesentlich unauffälliger.

Woran erkennt man Hitzestress bei Pflanzen?

Je nach Pflanzenart und Standort können beispielsweise folgende Symptome auftreten:

  • welke Blätter,
  • braune Blattränder,
  • Blattverbrennungen,
  • vorzeitiger Blattfall,
  • verlangsamtes Triebwachstum,
  • kleinere Blätter,
  • lichter werdendes Laub,
  • insgesamt schwächere Entwicklung.

Wichtig ist jedoch:

Diese Symptome sind nicht eindeutig auf Hitzestress zurückzuführen.

Auch Wassermangel, Probleme im Wurzelraum, Salzstress oder andere Standortfaktoren können ähnliche Erscheinungen verursachen.

Deshalb sollten wir bei Problemen nicht nur auf die Blätter schauen.

Wir müssen den gesamten Standort betrachten.

Warum vertragen manche Pflanzen Hitze besser als andere?

Wie bei der Trockenheitsverträglichkeit gibt es auch hier nicht die eine Eigenschaft, die alles entscheidet.

Pflanzen haben unterschiedliche Anpassungsstrategien entwickelt.

Eine Rolle spielen beispielsweise Aufbau, Stellung und Oberfläche der Blätter, die Regulierung der Verdunstung, das Wurzelsystem, Schutzmechanismen der Zellen und die Fähigkeit einer Pflanze, ihr Wachstum unter Stressbedingungen anzupassen.

Manche Pflanzen stammen aus Lebensräumen, in denen hohe Temperaturen natürlicherweise häufig auftreten, und sind entsprechend besser an Hitze angepasst.

Andere bevorzugen kühlere und ausgeglichenere Bedingungen.

Deshalb können wir von unterschiedlichen Pflanzenarten unter großer Sommerhitze nicht dieselbe Leistung erwarten.

Verdunstung kann Pflanzen bei der Kühlung helfen

Über kleine Öffnungen in ihren Blättern geben Pflanzen Wasser an die Umgebung ab.

Diese Verdunstung kann auch zur Kühlung beitragen.

Dafür gibt es allerdings eine wichtige Voraussetzung:

Es muss ausreichend verfügbares Wasser vorhanden sein.

Trocknet der Boden aus, muss die Pflanze ihren Wasserverlust begrenzen. Die Spaltöffnungen der Blätter können sich schließen.

Dadurch spart die Pflanze Wasser – gleichzeitig können jedoch Photosynthese und Verdunstungskühlung eingeschränkt werden.

Deshalb ist diese Kombination besonders problematisch:

Heiße Luft + intensive Sonne + trockener Boden

Die Pflanze muss dann gleichzeitig versuchen, Wasser zu sparen und mit der hohen Wärmebelastung zurechtzukommen.

Hitzetoleranz und Trockenheitsverträglichkeit sind zwei verschiedene Eigenschaften

Nehmen wir eine Pflanze, die bei guter Wasserversorgung hohe Temperaturen problemlos verträgt.

Das spricht für eine gute Hitzetoleranz.

Reagiert dieselbe Pflanze jedoch schnell mit Schäden, sobald der Boden austrocknet, muss ihre Trockenheitsverträglichkeit deshalb noch lange nicht gut sein.

Auch das Gegenteil ist möglich.

Eine Pflanze kann mit relativ wenig Wasser überleben, gleichzeitig aber empfindlich auf sehr hohe Blatttemperaturen oder intensive Sonneneinstrahlung reagieren.

Deshalb bewerten wir im geplanten Heckenmarkt-Klimaprofil zwei getrennte Eigenschaften:

☀️ Hitzetoleranz

und

💧 Trockenheitsverträglichkeit

Beide können miteinander zusammenhängen – sie sind aber nicht austauschbar.

Interner Link: Hier gehört unbedingt euer Artikel „Trockenheitsverträgliche Pflanzen – was sie wirklich können“ hin.

Nicht ein einzelner heißer Tag ist entscheidend

Bei der Beurteilung der Hitzetoleranz interessiert uns nicht nur, ob eine Pflanze einen außergewöhnlich heißen Nachmittag übersteht.

Mindestens ebenso wichtig ist die Dauer der Hitzebelastung.

Ein einzelner Tag mit 35 °C, auf den kühlere Temperaturen folgen, stellt eine andere Belastung dar als eine lang anhaltende Hitzewelle mit hohen Tagestemperaturen und warmen Nächten.

Deshalb sollten wir beim Thema Hitze nicht nur auf Temperaturrekorde schauen.

Auch die Dauer einer Hitzeperiode zählt.

Auch warme Nächte können Pflanzen belasten

Als Gartenbesitzer achten wir meist auf die Tageshöchsttemperaturen.

Für eine Pflanze ist jedoch der gesamte Tagesverlauf relevant.

Kühlt es nachts deutlich ab, verändern sich auch die Bedingungen für die Lebensprozesse der Pflanze.

Während längerer Hitzewellen können dagegen auch die Nächte warm bleiben. Dadurch können Erholungsphasen von der hohen Wärmebelastung eingeschränkt werden.

Besonders in dicht bebauten Gebieten kann dieser Effekt eine Rolle spielen.

Warum Stadtgärten besonders heiß werden können

Gebäude, Straßen und befestigte Flächen können tagsüber viel Wärme aufnehmen, speichern und später wieder abgeben.

Das trägt zum sogenannten städtischen Wärmeinseleffekt bei.

Ein Garten in einem dicht bebauten Gebiet kann deshalb einer anderen Hitzebelastung ausgesetzt sein als ein Garten im ländlichen Raum derselben Region.

Auch das sollten wir bei der Pflanzenwahl berücksichtigen.

Eine Pflanze, die in einem kühleren, grüneren Umfeld gut gedeiht, kann zwischen Gebäuden und befestigten Flächen einer deutlich stärkeren Wärmebelastung ausgesetzt sein.

Auch die Bodentemperatur spielt eine Rolle

Nicht nur Blätter und Triebe sind von Hitze betroffen.

Auch der Wurzelraum kann sich erwärmen.

Besonders eine unbedeckte, trockene Bodenoberfläche kann sich bei intensiver Sonneneinstrahlung stark aufheizen.

Das beeinflusst sowohl den Wasserhaushalt des Bodens als auch die Bedingungen für oberflächennahe Wurzeln.

Eine geeignete Bodenabdeckung kann deshalb nicht nur helfen, Wasserverluste zu reduzieren. Sie kann auch extreme Temperaturschwankungen an der Bodenoberfläche abmildern.

Das zeigt erneut:

Klimarobustheit ist nicht nur eine genetische Eigenschaft der Pflanze. Auch gute Gartenpraxis kann die Belastung einer Pflanze reduzieren.

Interner Link: Hier passt später sehr gut „Mulchen gegen Trockenheit und Hitze im Garten“.

Mehr gießen hilft – aber löst nicht jedes Hitzeproblem

Während einer Hitzewelle ist es naheliegend, mehr zu bewässern.

Leidet eine Pflanze unter Wassermangel, kann eine ausreichende Wasserversorgung selbstverständlich notwendig sein.

Trotzdem dürfen wir zwei Probleme nicht miteinander verwechseln:

💧 Wassermangel

und

☀️ Hitzestress

Eine gute Wasserversorgung kann einer Pflanze helfen, mit Hitze besser umzugehen.

Sie macht aus einer Pflanzenart, die grundsätzlich an kühlere Bedingungen angepasst ist, jedoch nicht automatisch eine hitzetolerante Pflanze.

Langfristig lautet die Lösung deshalb nicht immer:

„Dann gießen wir eben mehr.“

Sondern:

„Wir wählen eine Pflanze, die zur Hitzebelastung dieses Standortes passt.“

Auch bei Hitze ist zu viel Wasser keine gute Strategie

Bei großer Hitze entsteht leicht der Eindruck, der Boden müsse ständig nass sein.

Doch auch bei hohen Temperaturen benötigen die Wurzeln Sauerstoff.

Besonders auf schweren, schlecht drainierten Böden kann übermäßiges Gießen deshalb problematisch werden.

So kann eine paradoxe Situation entstehen:

Die Luft ist heiß, wir geben immer mehr Wasser, der Wurzelraum wird zunehmend schlecht belüftet – und die Pflanze zeigt trotzdem Stresssymptome.

Die richtige Bewässerung hängt deshalb nicht allein von der Außentemperatur ab.

Pflanze + Boden + Wetter bestimmen gemeinsam den Wasserbedarf.

Wie können wir Pflanzen während einer Hitzewelle unterstützen?

Die wichtigste Maßnahme beginnt eigentlich lange vor der nächsten Hitzewelle:

Die passende Pflanze an den passenden Standort setzen.

Darüber hinaus helfen eine gute Bodenvorbereitung, eine gesunde Wurzelentwicklung, bedarfsgerechte Bewässerung, eine geeignete Bodenabdeckung und möglichst wenig unnötige Konkurrenz um Wasser.

Besondere Aufmerksamkeit brauchen frisch gepflanzte Hecken, Sträucher und Bäume.

Ihr Wurzelsystem erschließt noch ein wesentlich kleineres Bodenvolumen als das einer seit Jahren etablierten Pflanze.

Dieselbe Hitzewelle kann eine frisch gepflanzte Hecke deshalb wesentlich stärker belasten.

Ist Schatten bei Hitze immer die Lösung?

Nicht unbedingt.

Wenn wir eine sonnenliebende Pflanze dauerhaft in den Schatten setzen, nur um sie vor Hitze zu schützen, schaffen wir möglicherweise ein neues Problem.

Die Pflanze erhält dann weniger Licht, als sie für eine gute Entwicklung benötigt.

Das Ziel ist deshalb nicht, sämtliche Umweltbedingungen künstlich zu verändern.

Sondern:

Eine Pflanze auszuwählen, die zu den tatsächlichen Bedingungen des Standortes passt.

Hitzetoleranz bei Hecken: Überleben allein reicht nicht

Für eine Hecke gilt derselbe Grundsatz, den wir bereits bei der Trockenheitsverträglichkeit kennengelernt haben.

Es reicht nicht zu fragen:

„Überlebt die Pflanze die Hitze?“

Eine Hecke hat eine Funktion.

Sie soll wachsen, sich verzweigen, dichtes Laub entwickeln und Sichtschutz bieten.

Wenn eine Pflanze jeden Sommer stark zurückfällt, Blattverbrennungen entwickelt, viel Laub verliert und lediglich überlebt, erfüllt sie möglicherweise ihre Aufgabe als Heckenpflanze nicht zufriedenstellend.

Deshalb betrachten wir bei der Hitzetoleranz nicht nur das Überleben, sondern auch die gartenbauliche Leistung der Pflanze.

Wie wollen wir Hitzetoleranz bewerten?

Im geplanten Heckenmarkt-Klimaprofil möchten wir Hitzetoleranz nicht mit einer einzigen maximalen Temperatur beschreiben.

Eine Aussage wie

„verträgt 40 °C“

klingt zwar einfach, sagt allein aber wenig aus.

Wo wurden die 40 °C gemessen? Wie lange hält die Hitze an? Wie ist der Boden? Steht ausreichend Wasser zur Verfügung? Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit? Steht die Pflanze in direkter Sonne? Wie warm sind die Nächte?

Eine einzelne Zahl kann all diese Fragen nicht beantworten.

Deshalb lautet unsere eigentliche Frage:

Wie gut kann eine Pflanze an einem geeigneten Standort und bei angemessener Wasserversorgung länger anhaltende sommerliche Hitze tolerieren und dabei vital bleiben sowie ihre gewünschte Funktion im Garten erfüllen?

Die 5 Stufen der Hitzetoleranz

1 – geringe Hitzetoleranz
Länger anhaltende hohe Sommertemperaturen können deutlichen Stress verursachen. Eher für kühlere oder geschütztere Standorte geeignet.

2 – mäßige Hitzetoleranz
Kommt mit normalen sommerlichen Bedingungen zurecht, kann bei länger anhaltender starker Hitze jedoch empfindlich reagieren.

3 – gute Hitzetoleranz
Verträgt an einem geeigneten Standort die regelmäßig auftretende Sommerhitze in der Regel gut.

4 – sehr gute Hitzetoleranz
Kommt auch mit längeren und stärkeren sommerlichen Hitzeperioden gut zurecht.

5 – ausgezeichnete Hitzetoleranz
Kann auch für besonders warme Standorte mit hoher Hitzebelastung geeignet sein, sofern die übrigen Standortansprüche erfüllt sind.

Wichtig:

5 Punkte bedeuten nicht, dass eine Pflanze unverwüstlich ist.

Und wieder gilt: 5 Punkte bedeuten nicht „beste Pflanze“

Suchen wir eine Hecke für einen eher schattigen und kühlen Garten, bringt uns eine außergewöhnlich hohe Hitzetoleranz möglicherweise überhaupt keinen Vorteil.

Viel wichtiger können dort Schattenverträglichkeit, Bodenansprüche, Winteranpassung oder Wasserversorgung sein.

Die einzelnen Werte des Heckenmarkt-Klimaprofils sind deshalb keine Rangliste.

Eine hohe Bewertung bedeutet lediglich:

Diese Pflanze verträgt diesen bestimmten Stressfaktor besonders gut.

Ob genau diese Eigenschaft für unseren Garten wichtig ist, entscheidet der Standort.

Einen hitzerobusten Garten plant man nicht erst während der nächsten Hitzewelle

Wenn die Temperaturen bereits seit Tagen sehr hoch sind, können wir vor allem versuchen, unsere vorhandenen Pflanzen möglichst gut zu unterstützen.

Eine langfristige Strategie beginnt jedoch viel früher:

bei der Pflanzenwahl, der Bodenvorbereitung, der Pflanzung, der Entwicklung eines gesunden Wurzelsystems und beim Verständnis des Mikroklimas.

Ein klimarobuster Garten ist deshalb keine kurzfristige Notfallmaßnahme gegen Hitze.

Er ist langfristige Planung.

Finden Sie den heißesten Platz in Ihrem Garten

Gehen Sie an einem heißen Sommernachmittag einmal bewusst durch Ihren Garten.

Wo ist die Hitze am unangenehmsten?

Häufig finden wir solche Bereiche vor einer Süd- oder Westwand, neben Pflasterflächen, in der Nähe von Betonmauern, in windgeschützten und gleichzeitig stark besonnten Ecken oder an Stellen, an denen der Boden besonders schnell austrocknet.

Dann stellen Sie sich eine einfache Frage:

Eine Pflanze an diesem Standort muss nicht nur die Lufttemperatur aushalten, sondern die gesamte Hitzebelastung ihrer Umgebung. Passt sie wirklich hierher?

Wenn ja: wunderbar.

Wenn nicht, sollten wir nicht versuchen, die Pflanze um jeden Preis an diesen Standort anzupassen.

Dann wählen wir eine andere.

Der Heckenmarkt-Grundsatz bleibt derselbe

Unser Ziel ist nicht, möglichst jede Pflanze als hitzetolerant zu bezeichnen.

Manche Pflanzen werden bei diesem Kriterium besonders gut abschneiden.

Andere liegen im mittleren Bereich.

Und bestimmte Pflanzen werden wir für extrem heiße Standorte zwischen Mauern und befestigten Flächen möglicherweise bewusst nicht empfehlen.

Das ist kein Nachteil.

Das ist wertvolle Information.

Denn:

Wir möchten nicht bestimmen, welche Pflanze die „stärkste“ ist.

Wir möchten zeigen, welche Pflanze wohin passt.

Ein Garten, der langfristig mit Hitze zurechtkommen soll, beginnt nicht damit, einfach mehr Wasser aus dem Hahn laufen zu lassen.

Er beginnt damit, den Standort zu verstehen und eine Pflanze auszuwählen, die dort langfristig gut funktionieren kann.

🌿 Den Garten der Zukunft pflanzen wir heute!

Im nächsten, 8. Teil:
Trockenheitsverträglichkeit – wie kommen Pflanzen mit weniger Wasser zurecht und warum sind Überleben und gesundes Wachstum nicht dasselbe?