Welche Pflanzen eignen sich für sonnige, heiße und trockene Gärten?

Welche Pflanzen eignen sich für sonnige, heiße und trockene Gärten?

Wenn Sonne, Hitze und Wassermangel gleichzeitig auftreten

Es gibt Gärten, in denen im Sommer mehrere Belastungen gleichzeitig zusammenkommen.

Die Sonne scheint fast den ganzen Tag.

Der Boden heizt sich stark auf.

Wochenlang fällt kaum Regen.

Wind trocknet Boden und Pflanzen zusätzlich aus.

Und Hauswände, Zäune oder gepflasterte Flächen strahlen gespeicherte Wärme wieder ab.

Für einen solchen Standort reicht es nicht, einfach nach einer „trockenheitsverträglichen Pflanze“ zu suchen.

Wir brauchen eine Pflanze, deren gesamtes Klimaprofil zu diesem Standort passt.

In diesem Teil unserer Serie wenden wir das bisher entwickelte Heckenmarkt-Klimaprofil erstmals auf einen konkreten Gartentyp an. Beillesztett markdown

Nicht mit der Pflanze beginnen – sondern mit dem Standort

Das klingt in einem Artikel über Pflanzenwahl vielleicht zunächst ungewöhnlich.

Doch wenn wir fragen:

„Welche ist die beste Pflanze für einen trockenen Garten?“

ist die Frage bereits zu allgemein gestellt.

Denn was für einen trockenen Garten meinen wir?

Einen Garten mit sandigem Boden?

Einen schweren Boden, der im Sommer hart und rissig wird?

Einen schmalen Pflanzstreifen vor einer südlich ausgerichteten Hauswand?

Eine windige Grundstücksgrenze?

Einen Stadtgarten zwischen Pflaster, Mauern und Beton?

Gibt es eine Bewässerungsmöglichkeit?

Und was passiert nach einem heftigen Regenguss mit dem Wasser?

All diese Standorte können:

sonnig, heiß und zeitweise trocken sein – und trotzdem völlig unterschiedliche Bedingungen bieten. Beillesztett markdown

Sonne, Hitze und Trockenheit sind drei verschiedene Faktoren

Im Alltag werden diese Begriffe häufig miteinander vermischt.

Für Pflanzen bedeuten sie jedoch unterschiedliche Dinge.

Sonne beschreibt die Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung.

Hitze beschreibt hohe Temperaturen der Luft und der unmittelbaren Pflanzenumgebung.

Trockenheit bedeutet, dass im Wurzelraum nicht ausreichend pflanzenverfügbares Wasser vorhanden ist.

Eine Pflanze kann volle Sonne lieben und trotzdem eine gute Wasserversorgung benötigen.

Eine andere kommt mit trockenem Boden gut zurecht, reagiert aber empfindlicher auf extreme Hitzebelastung.

Deshalb betrachten wir im Heckenmarkt-Klimaprofil:

Hitzetoleranz

und

Trockenheitsverträglichkeit

als zwei unterschiedliche Eigenschaften. Beillesztett markdown

Besonders schwierig wird es, wenn mehrere Belastungen zusammenkommen

Stellen wir uns einen Julinachmittag vor.

Mehr als 35 °C Lufttemperatur.

Intensive Sonneneinstrahlung.

Trockener Boden.

Aufgeheiztes Pflaster.

Dazu ein trockener Wind.

Für die Pflanze sind das keine voneinander getrennten Probleme.

Sie treten gleichzeitig auf.

Die Blätter erwärmen sich.

Die Wasserabgabe über die Blätter kann steigen.

Der Boden verliert Feuchtigkeit.

Und die Wurzeln können immer weniger Wasser nachliefern.

Die tatsächliche Anpassungsfähigkeit einer Pflanze zeigt sich deshalb häufig nicht bei einem einzelnen Extrem.

Sondern dann, wenn mehrere Stressfaktoren gleichzeitig auftreten. Beillesztett markdown

Worauf sollten wir im Klimaprofil achten?

Für einen sonnigen, heißen und trockenen Garten sind vor allem vier Bereiche interessant.

Hitzetoleranz

Eine hohe Hitzetoleranz ist an einem solchen Standort besonders wichtig.

Gesucht wird eine Pflanze, die unter geeigneten Bedingungen auch länger anhaltende sommerliche Hitze gut bewältigen kann.

Doch selbst eine Hitzetoleranz von 5/5 bedeutet nicht, dass die Pflanze ohne Wasser optimal wächst.

Trockenheitsverträglichkeit

Sie wird besonders wichtig, wenn keine automatische Bewässerung vorhanden ist, der Boden schnell austrocknet oder regelmäßig längere Trockenperioden auftreten.

Dabei gilt weiterhin:

Trockenheitsverträglichkeit bezieht sich vor allem auf eine gut eingewurzelte Pflanze.

Frisch gepflanzte Hecken benötigen eine zuverlässige Wasserversorgung.

Standortanpassung

Sie entscheidet darüber, ob eine theoretisch gute Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit im konkreten Garten tatsächlich von Vorteil ist.

Passt die Pflanze zum Boden?

Wie ist die Drainage?

Wie viel Wurzelraum steht zur Verfügung?

Wie gut kommt sie mit einem stark aufgeheizten oder städtischen Standort zurecht?

Eine ausgezeichnete Trockenheitsverträglichkeit hilft wenig, wenn der Boden für die Pflanze grundsätzlich ungeeignet ist.

Umgang mit Wasserextremen

Bei einem trockenen Garten klingt dieser Punkt zunächst überraschend.

Doch auf einen trockenen Sommer kann ein heftiges Gewitter mit großen Niederschlagsmengen folgen.

Auf schweren oder verdichteten Böden kann derselbe Standort deshalb sowohl:

im Sommer stark austrocknen

als auch

nach Starkregen vorübergehend vernässen.

Deshalb reicht es nicht zu wissen, wie eine Pflanze Trockenheit verträgt.

Wir müssen auch wissen, wie sie mit plötzlich sehr viel Wasser zurechtkommt. Beillesztett markdown

Wir suchen nicht automatisch 5–5–5 Punkte

Genau dafür haben wir das Klimaprofil entwickelt.

Natürlich sind eine hohe Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit in einem heißen, sonnigen Garten von Vorteil.

Trotzdem kann eine Pflanze mit 4/5 Trockenheitsverträglichkeit besser zu einem bestimmten Garten passen als eine mit 5/5.

Vielleicht passt sie besser zum Boden.

Vielleicht kommt sie besser mit den örtlichen Winterbedingungen zurecht.

Vielleicht erreicht sie die gewünschte Größe.

Oder sie erfüllt die gewünschte Funktion als Hecke besser.

Pflanzenwahl ist kein Punktewettbewerb.

Es geht darum, Pflanze und Standort zusammenzubringen. Beillesztett markdown

Der Boden entscheidet mit, wie „trocken“ ein Garten wirklich ist

Zwei benachbarte Gärten können exakt dieselbe Niederschlagsmenge erhalten.

Trotzdem trocknet der eine schnell aus, während der andere lange Feuchtigkeit hält.

Denn entscheidend ist nicht nur, wie viel Wasser auf den Boden fällt.

Ebenso wichtig ist:

Wie viel davon kann der Boden aufnehmen, speichern und den Wurzeln zur Verfügung stellen?

Deshalb sollte die Pflanzenwahl für einen sonnigen, trockenen Garten immer mit dem Boden zusammen betrachtet werden. Beillesztett markdown

Sandiger Boden: Wasser verschwindet schneller

Sandige Böden lassen Wasser meist relativ schnell versickern.

Nach starkem Regen kann das von Vorteil sein.

Gleichzeitig kann der pflanzenverfügbare Wasservorrat schneller abnehmen.

Hier können besonders wichtig sein:

eine passende Pflanzenwahl,

ein sinnvoller Umgang mit organischer Substanz,

Bodenabdeckung beziehungsweise Mulch

und eine gut geplante Bewässerung.

Das Ziel ist nicht, aus Sandboden künstlich einen schweren Boden zu machen.

Sondern:

seinen Wasserhaushalt zu verbessern. Beillesztett markdown

Schwerer Boden: ein völlig anderes Problem

Schwere Böden können viel Wasser speichern.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dieses Wasser für die Pflanze jederzeit problemlos verfügbar ist.

Bei starker Austrocknung kann der Boden hart werden und Risse bilden.

Nach Starkregen kann Wasser dagegen nur langsam abfließen.

So können am selben Standort zwei Extreme auftreten:

im Sommer harter, trockener Boden

und nach einem Wolkenbruch:

vorübergehend wassergesättigter Boden.

Hier wird die Verträglichkeit gegenüber unterschiedlichen Wasserbedingungen besonders wichtig. Beillesztett markdown

Zwischen Pflaster und Mauern kann es noch heißer werden

Wie wir bereits beim Thema Mikroklima gesehen haben, können sich die Bedingungen innerhalb weniger Meter deutlich verändern.

Eine Pflanze zwischen Beton, Pflasterflächen oder Mauern erlebt ein anderes Mikroklima als dieselbe Pflanze auf einer offenen Grünfläche.

Diese Oberflächen erwärmen sich tagsüber.

Sie speichern Wärme.

Und geben einen Teil davon wieder an ihre Umgebung ab.

Besonders ausgeprägt kann dieser Effekt an südlich, südwestlich oder westlich ausgerichteten Standorten sein.

Hier sprechen wir nicht mehr einfach nur von einem sonnigen Standort.

Wir sprechen von einem hitzebelasteten Mikroklima. Beillesztett markdown

Eine Hauswand kann Schutz und Belastung zugleich sein

Eine Wand kann Wind abbremsen.

Das kann für Pflanzen durchaus positiv sein.

Auf der Sonnenseite kann sie jedoch gleichzeitig die Hitzebelastung verstärken.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Durch Dachüberstände oder die Ableitung des Regenwassers kann unmittelbar an der Hauswand weniger natürlicher Niederschlag den Boden erreichen.

Ein schmaler Pflanzstreifen direkt am Gebäude kann deshalb ein wesentlich extremerer Standort sein, als er auf den ersten Blick erscheint. Beillesztett markdown

Wind kann Trockenheit zusätzlich verstärken

Im 11. Teil unserer Serie haben wir Wind den „unsichtbaren Wasserverbraucher des Gartens“ genannt.

An windigen Standorten kann der Wasserverlust von Boden und Pflanzen steigen.

Eine sonnige, trockene und gleichzeitig windige Grundstücksgrenze stellt deshalb besondere Anforderungen.

Neben Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit sollten wir dort auch berücksichtigen:

Wie gut kommt die Pflanze mit Wind und Exposition zurecht? Beillesztett markdown

Wie passen sich Pflanzen an trockene Standorte an?

Pflanzen nutzen dafür sehr unterschiedliche Strategien.

Einige entwickeln weitreichende Wurzelsysteme.

Andere reduzieren durch bestimmte Blattstrukturen ihren Wasserverlust.

Manche können ihre Wasserabgabe besonders gut regulieren.

Wieder andere passen ihr Wachstum an die verfügbare Wassermenge an.

Deshalb gibt es nicht den einen typischen Bauplan einer trockenheitsverträglichen Pflanze.

Unterschiedliche Pflanzen können dasselbe Problem auf unterschiedliche Weise lösen.

Allein am Aussehen lässt sich deshalb nicht zuverlässig erkennen, wie gut eine Pflanze mit Trockenheit zurechtkommt. Beillesztett markdown

Schnelles Wachstum braucht Ressourcen

Bei der Wunderhecke® ist dieser Punkt besonders wichtig.

Schnelles Wachstum benötigt Ressourcen:

Licht.

Nährstoffe.

Und Wasser.

Deshalb können zwei Aussagen gleichzeitig richtig sein:

Eine Pflanze kann zeitweise trockene Bedingungen vergleichsweise gut bewältigen.

Und gleichzeitig:

Für ihre maximale Wachstumsleistung benötigt sie eine ausreichende Wasserversorgung.

Deshalb wäre die Aussage

„trockenheitsverträglich = muss nicht gegossen werden“

fachlich falsch.

Besser ist:

Gute Trockenheitsverträglichkeit ist eine Sicherheitsreserve – kein Wegfall des Wasserbedarfs. Beillesztett markdown

Überleben oder die gewünschte Leistung bringen?

Eine Pflanze kann eine Trockenperiode überstehen.

Dabei kann sie jedoch langsamer wachsen, weniger neue Triebe bilden, weniger dicht werden oder vorübergehend einen Teil ihrer dekorativen Wirkung verlieren.

Bei einer Hecke möchten wir jedoch nicht nur, dass die einzelnen Pflanzen überleben.

Wir möchten, dass daraus tatsächlich eine Hecke wird.

Dicht.

Gesund.

Und funktional.

Deshalb müssen wir bei der Pflanzenwahl nicht nur das Überleben betrachten, sondern auch die gewünschte Entwicklung. Beillesztett markdown

Frisch gepflanzt ist auch eine trockenheitsverträgliche Pflanze noch nicht vollständig etabliert

Das ist eine der wichtigsten praktischen Regeln.

Eine ältere, gut eingewurzelte Pflanze kann Wasser aus einem wesentlich größeren Bodenvolumen aufnehmen.

Eine frisch gepflanzte Pflanze verfügt dagegen zunächst nur über einen begrenzten Wurzelraum.

Bei wurzelnackten Pflanzen ist dieser Unterschied besonders wichtig.

Die Wurzeln müssen sich nach der Pflanzung zunächst regenerieren und weiterentwickeln.

Deshalb gilt:

Auch trockenheitsverträgliche Pflanzen müssen nach der Pflanzung ausreichend bewässert werden.

Gerade diese erste Phase schafft die Grundlage dafür, dass die Pflanze später trockene Perioden besser bewältigen kann. Beillesztett markdown

Gute Bewässerung bedeutet nicht automatisch viel Wasser

Entscheidend ist, dass das Wasser:

am richtigen Ort,

zum richtigen Zeitpunkt

und

in der passenden Menge

ankommt.

Bei langen Hecken kann deshalb ein gut geplantes Tropfbewässerungssystem besonders sinnvoll sein.

Denn unser Ziel ist nicht, regelmäßig die Blätter nass zu machen.

Das Wasser soll in die Wurzelzone gelangen.

Und auch bei automatischer Bewässerung sollte die tatsächliche Bodenfeuchtigkeit gelegentlich kontrolliert werden.

Nicht nur die Einstellung des Bewässerungscomputers. Beillesztett markdown

Mulchen ist an trockenen Standorten besonders wertvoll

Im vorherigen Teil haben wir uns ausführlich mit Bodenabdeckung beschäftigt.

Eine geeignete Mulchschicht kann:

die Verdunstung an der Bodenoberfläche reduzieren,

eine starke Erwärmung des Bodens abmildern,

Unkrautkonkurrenz reduzieren

und ausgeglichenere Bedingungen in der Wurzelzone unterstützen.

In einem heißen, sonnigen Garten gehören Pflanzenwahl und Bodenabdeckung deshalb zusammen.

Sie sind Bestandteile desselben Systems. Beillesztett markdown

Rasen nicht direkt bis an junge Hecken wachsen lassen

Gerade an trockenen Standorten ist dieser Punkt wichtig.

Die Graswurzeln konkurrieren mit den jungen Heckenpflanzen um dasselbe Wasser.

Ein unkraut- und grasfreier, sinnvoll abgedeckter Pflanzstreifen sieht deshalb nicht nur ordentlich aus.

Er kann auch die Konkurrenz um Wasser reduzieren.

Besonders während der ersten Jahre kann das einen deutlichen Unterschied machen. Beillesztett markdown

Sollten wir die Pflanzen beschatten?

Nicht grundsätzlich.

Wenn eine Pflanze für einen sonnigen Standort geeignet ist, wäre eine dauerhafte künstliche Beschattung keine sinnvolle Lösung.

Bei extremen Wetterbedingungen kann unmittelbar nach der Pflanzung in bestimmten Situationen ein vorübergehender Schutz sinnvoll sein.

Langfristig sollte unser Ziel aber nicht darin bestehen, den gesamten Standort künstlich zu verändern.

Sondern:

eine Pflanze auszuwählen, die zu diesem Standort passt. Beillesztett markdown

Ein trockener Garten muss kein brauner Garten sein

Das ist ein wichtiger Gedanke.

Bei einem wassersparenden Garten denken viele zuerst an Kies, einige Sukkulenten und große freie Flächen.

Doch ein gut geplanter Garten für trockenere Bedingungen kann durchaus:

grün, schattig, abwechslungsreich, blühend und lebendig sein.

Und Pflanzen können sogar selbst dazu beitragen, das Mikroklima ihres Gartens zu verändern. Beillesztett markdown

Eine ausgewachsene Hecke verändert ihr Umfeld

Nach der Pflanzung stehen zunächst kleine Einzelpflanzen nebeneinander.

Mit der Zeit kann daraus eine geschlossene Hecke entstehen.

Diese kann den Boden beschatten, die Windgeschwindigkeit reduzieren und die starke Erwärmung bestimmter Flächen abmildern.

Direkt in ihrer Umgebung kann sich dadurch auch das Mikroklima verändern.

Das bedeutet:

Eine passend ausgewählte Pflanze kann sich nicht nur an ihr Mikroklima anpassen – sie kann es mit der Zeit selbst mitgestalten. Beillesztett markdown

10 Fragen vor dem Pflanzenkauf

Bevor wir eine Pflanze für einen sonnigen, heißen und trockenen Garten auswählen, sollten wir uns zunächst diese Fragen stellen:

  1. Wie viele Stunden direkte Sonne bekommt der Standort?
  2. Ist der Boden sandig, mittelschwer oder schwer?
  3. Wie schnell trocknet er aus?
  4. Was passiert nach starkem Regen?
  5. Gibt es eine regelmäßige Bewässerungsmöglichkeit?
  6. Ist der Standort windig?
  7. Gibt es Mauern oder befestigte Flächen, die Wärme abstrahlen?
  8. Wie viel Wurzelraum steht zur Verfügung?
  9. Wie schnell soll die Pflanze wachsen?
  10. Welche Aufgabe soll sie im Garten erfüllen?

Erst danach beginnt die Auswahl der passenden Pflanzenart. Beillesztett markdown

Welches Klimaprofil suchen wir?

Für einen typischen sonnigen, warmen und zeitweise trockenen Garten könnte das gewünschte Profil beispielsweise so aussehen:

Hitzetoleranz: hoch

Trockenheitsverträglichkeit: hoch

Standortanpassung: passend zur vorhandenen Bodenart

Umgang mit Wasserextremen: passend zur örtlichen Drainage

Winteranpassung: passend zu Region und Klima

Dazu kommen:

Windverträglichkeit: passend zum Standort

Wasserbedarf nach dem Anwachsen: unter den vorhandenen Bedingungen gut zu bewältigen

Damit haben wir kein allgemeines „gut oder schlecht“, sondern ein tatsächliches Anforderungsprofil für die Pflanzenwahl. Beillesztett markdown

Und welche Heckenpflanze passt dazu?

Hier beginnt der nächste Schritt.

Wir möchten nicht automatisch jede Pflanze aus unserem Sortiment als gleichermaßen geeignet für heiße und trockene Standorte bezeichnen.

Wunderhecke®, Liguster, Hainbuche, Rotbuche, Hasel, Aronia und weitere Heckenpflanzen haben unterschiedliche Eigenschaften.

Deshalb betrachten wir für jede Pflanze separat:

Hitzetoleranz,

Trockenheitsverträglichkeit,

Bodenansprüche,

Empfindlichkeit gegenüber Wasserextremen,

Winteranpassung

und die Qualität der verfügbaren fachlichen Informationen.

Erst danach empfehlen wir eine Pflanze für einen bestimmten Standort.

Genau das soll die Glaubwürdigkeit des Heckenmarkt-Klimaprofils ausmachen. Beillesztett markdown

Die richtige Pflanze ist nur der Anfang

Auch die beste Pflanzenwahl allein garantiert noch keinen erfolgreichen Garten.

An einem heißen, sonnigen und trockenen Standort müssen mehrere Dinge zusammenspielen:

passende Pflanze + gute Bodenvorbereitung + funktionierende Wurzelzone + ausreichende Wasserversorgung nach der Pflanzung + Bodenabdeckung + geringe Unkrautkonkurrenz + an das Wetter angepasste Pflege

Das ist ein klimarobuster Garten.

Nicht eine einzelne „Wunderpflanze“.

Sondern ein System. Beillesztett markdown

Der häufigste Fehler: nur auf das Etikett schauen

„Trockenheitsverträglich.“

„Für volle Sonne.“

„Frosthart.“

„Schnell wachsend.“

Das sind nützliche Informationen.

Allein reichen sie jedoch nicht aus.

Die entscheidende Frage lautet immer:

Was bedeutet diese Eigenschaft an meinem konkreten Standort?

Dieselbe Pflanze kann in einem Garten hervorragend funktionieren und nur wenige Kilometer entfernt deutlich schlechtere Bedingungen vorfinden.

Nicht, weil sich die Pflanze verändert hat.

Sondern weil der Standort ein anderer ist. Beillesztett markdown

Ein sonniger, heißer und trockener Garten ist kein Problem – sondern ein Standort

Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke dieses Kapitels.

Wir müssen einen Garten nicht so lange „verbessern“, bis aus ihm ein völlig anderer Standort geworden ist.

Wir müssen ihn zunächst verstehen.

Was bietet er?

Wo liegen seine Grenzen?

Welche Extreme treten auf?

Und welche Pflanzen können unter diesen Bedingungen langfristig gut funktionieren?

Anschließend schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass diese Pflanzen ein gesundes Wurzelsystem entwickeln können.

Gute Pflanzenwahl bedeutet nicht, gegen den Standort zu kämpfen.

Sie bedeutet, mit ihm zu arbeiten.

Das ist einer der wichtigsten Grundsätze eines klimarobusten Gartens.

Wir suchen nicht die Pflanze, die am meisten aushält. Wir suchen die Pflanze, die zum Standort passt. Beillesztett markdown

🌿 Den Garten der Zukunft pflanzen wir heute!

Im nächsten, 17. Teil:
Welche Pflanzen eignen sich für schwere und feuchtere Böden? – Wie erkennen wir problematische Drainage, und warum ist die Verträglichkeit feuchter Böden nicht dasselbe wie die Toleranz gegenüber Staunässe?